Kompositionen

Wie in die Luft gezeichnet (2021) von Ursula Maehr

Die Komposition „wie in Luft gezeichnet“ (2021) basiert auf der Form, Ethik und Tonalität in der von Umbrüchen gezeichneten Epoche des Mittelalters. In der Gegenüberstellung mischen sich das Gestern und Heute. Nach und nach brechen die Strukturen auf, werden reflektiert und verarbeitet. Mit den neu gewonnenen Freiheiten verschiebt sich das Klangbild, die Tonalität verflüchtigt sich und gibt neuen Raum für die Individualität der MusikerInnen. Was bleibt, ist ein Hauch von Erinnerung „wie in Luft gezeichnet“. 

Wirbel um Wirbel (2021) von Thomas K.J. Mejer

Inspiration für «Wirbel um Wirbel» – insbesondere auch formal – bildete die Natur und ihre Gesetzmässigkeiten. Aus dem scheinbaren Nichts erhebts, wächst und wächst, sprudelt, überquellt, blüht, verblüht, zerfällt und zersetzt sich allmählich immer mehr und meer. Wenn wir Glück haben, überdauern ein paar Samenkörner für Zukünftiges.                               
Die Komposition folgt einerseits ihren vorbestimmten Formen, gleichzeitig ist sie aber auch durchwebt von spontanen Einfällen der Musiker*innen. Der improvisatorische Beitrag aller Mitspieler*innen ist in «Wirbel um Wirbel» unverzichtbar und sei an dieser Stelle gerne herzlich verdankt.

Palindrom – Baustein 1 – 5 (2021) von Margrit Schenker

Über das Thema Palindrom und Wikipedia stiess Margrit Schenker auf Weberns Symphonie op. 21, wo der Komponist Spiegelformen und Palindrome mehrfach eingebaut hat. In der Folge setzte sie sich mit Zwölftonmusik auseinander, denn Umkehrungen, Spiegelformen, Krebs und Krebsumkehrungen sind Grundbestandteile der Zwölftonmusik. Schenker kreierte für ihre Komposition eine eigene Zwölftonreihe. Baustein 1 ist ein Stück für das ganze Ensemble. Baustein 2 für das TrioZ. Baustein 3  für das KONTRA-TrioBaustein 4 für das Duo KRAK. Baustein 5 ist als Sprechchor für das ganze Ensemble konzipiert.

helden fallen (2021) von Valentin Vecellio

Ist heldentum noch aktuell?

Die Statuen und Sockel, auf denen die Helden stehen sind ins Wanken geraten. Einzelkämpferische Aktionen sind nicht mehr en vogue. Das Ensemble spielt in dem Stück den Untergang des Heldentums. So sieht und hört man die Helden einer nach dem andern stürzen, scheitern. Es bleibt am Schluss die Ungewissheit oder aber die Hoffnung, dass wir auch ohne Helden eine gute Zukunft bauen können.

NOT AMAL – LAMA TON (2021) von Barbara Zimmerli

Eine Klanggeschichte durch die Sahara

Lies «NOT AMAL» zurück und es erklingt «LAMA TON»: kein Palindrom! 
In Marokko auf einem Dromedar in der Hitze der Wüstensonne, geschaukelt auf dem Trampeltier mit Sicht auf die unendliche Weite. Die Zeit scheint unbegrenzt. 

Fragen, Forderungen und Gedanken tauchen auf:

MAG LAMA AMALGAM?

Lies mal rückwärts!

REIT AMAL A LAMATIER!

Lama oder Dromedar, Hauptsache Kamel!

NAGE VEGAN! 

Das ist im Trend.

EIN LAMA MAL NIE! 

Zu anspruchsvoll! 

A OBAMA LAMA BOA.

Hilfe!

NIE AMALIA LAD’NEN DALAI LAMA EIN! 

Warum nicht?

EINE NOTE BETONE NIE! 

TON TUT NOT!

Wie lächerlich!

Eine Klanggeschichte durch die Sahara